Am Donnerstag, 19. Februar 2026, begrüßte Oberbürgermeister Marcus König rund 1 000 neue Staatsbürgerinnen und Staatsbürger bei einer festlichen Einbürgerungsfeier in der Meistersingerhalle. Im Zeitraum vom 1. August 2024 bis 31. Dezember 2025 nahmen insgesamt 5 089 Menschen in Nürnberg die deutsche Staatsangehörigkeit an. Aufgrund der hohen Personenzahl fand die Feier erstmals nicht im Historischen Rathaussaal, sondern in der Meistersingerhalle statt, die einen ebenso festlichen Rahmen bot. Mit dem Empfang setzte die Stadt Nürnberg ein Zeichen des herzlichen Willkommens und der besonderen Wertschätzung gegenüber den neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern.

Foto: Anestis Aslanidis / Stadt Nürnberg
In seiner Ansprache erinnerte Oberbürgermeister Marcus König daran, dass der Festabend in Zeiten stattfände, in denen Stabilität, Rechtsstaatlichkeit und Frieden keineswegs selbstverständlich seien und viele Regionen der Welt von Krisen, Konflikten oder Kriegen erschüttert werden. „Umso mehr steht dieser Abend für Zuversicht, ein sicheres Zuhause und Zusammenhalt – und dafür, dass wir die große Chance haben, unsere Zukunft in einem demokratischen und rechtsstaatlichen Gemeinwesen aktiv und gemeinsam zu gestalten“, so Oberbürgermeister König.

Foto: Anestis Aslanidis / Stadt Nürnberg
Die meisten der neu Eingebürgerten stammen aus der Türkei, Syrien und Russland, gefolgt vom Irak, der Ukraine und Rumänien. Insgesamt vertreten sie 117 unterschiedliche Herkunftsländer.
Angesichts dieser Vielfalt – rund 52 Prozent der Nürnberger Bevölkerung haben eine eigene oder familiäre Zuwanderungsgeschichte – komme den Leitlinien zur Integrationspolitik der Stadt Nürnberg besondere Bedeutung zu, so Oberbürgermeister Marcus König: „Mit unseren Leitlinien haben wir uns einen Kompass für unser Miteinander in Vielfalt gegeben. Sie betonen die besondere Bedeutung von Integrationspolitik, die Wertschätzung kultureller Vielfalt und die gleichberechtigte Teilhabe als Ziel. Zugleich sind sie eine klare und deutliche Absage an jede Form von Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung.“
Zugleich unterstrich er die Notwendigkeit gemeinsamen Engagements als starken Motor, um auf demokratischem Kurs zu bleiben. Die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts bleibe dabei das zentrale Ziel; Menschenrechte und Grundgesetz bildeten hierfür die unverrückbare Grundlage.
Zusammenhalt spiegelte sich auch in den Zukunftswünschen von Ayça Deniz Koçar (mit Herkunftsland Türkei) und Fawaz Khider (mit Herkunftsland Irak) wider, die stellvertretend für alle Eingebürgerten in einem Talk, moderiert von Derya Yıldırım, Mitarbeiterin des Bildungsbüros, Einblicke in ihre Wege, Motive und Perspektiven gewährten.

Foto: Anestis Aslanidis / Stadt Nürnberg
So wünscht sich Fawaz Khider für Nürnbergs Zukunft „noch mehr Zusammenhalt und gegenseitige Akzeptanz. Dass wir respektvoll miteinander umgehen und uns entschieden gegen Hass und Ausgrenzung stellen – jeder von uns kann auf seine Weise ein Vorbild für unsere Stadt sein“. Ayça Deniz Koçar stellte fest: „In einer Welt mit vielen Konflikten ist es besonders wichtig, Zusammenhalt in unseren Städten zu leben. Nürnberg hat eine besondere Geschichte und großes Potenzial. Ich wünsche mir, dass wir unsere Stärken nutzen, Chancen ergreifen und gleichzeitig für eine offene, gerechte und solidarische Gesellschaft einstehen“.
Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom Ensemble New Brass Generation unter Leitung von Alison Marsh von der Musikschule Nürnberg.
Weitere Informationen gibt es in den Leitlinien zur Integrationspolitik der Stadt Nürnberg unter nuernberg.de/internet/integration/leitlinien.html.








