Die Stadt Nürnberg errichtet auf dem Gelände der Grundschule Eibach im Fürreuthweg und in der Ahornstraße ein neues Grundschulgebäude – derzeit noch im Bau – und einen inklusiven Kinderhort mit Erziehungs- und Familienberatungsstelle. Der Hort kann nun in Betrieb gehen und in den nächsten Wochen bezogen werden. Den Hortneubau haben Oberbürgermeister Marcus König, die Referentin für Jugend, Familie und Soziales, Elisabeth Ries, Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich sowie Hortleiterin Christina Kriegmeier und die Teamleiterin der Erziehungsberatungsstelle Eibach, Elisabeth Hartel, am heutigen Mittwoch, 4. Februar 2026, eingeweiht.

Foto: (Stadt Nürnberg / Christine Dierenbach)
Oberbürgermeister Marcus König freut sich über die Fertigstellung des inklusiven Horts: „Wir gestalten ein inklusives Nürnberg. Mit dem neuen Hort Fürreuthweg schaffen wir Raum für 125 Kinder und erweitern das Betreuungsangebot in Nürnbergs Südwesten. Bildung und Betreuung haben für die Stadt Nürnberg Priorität. Wir schaffen weiter Angebote für Kinder und Jugendliche im Bereich Schule, Bildung und Betreuung. Das sind Investitionen in die Zukunft unserer Stadt.“ Die Baukosten für beide Projekte inklusive des Abbruchs des 1970er-Jahre-Schulgebäudes und die Herstellung der Außenanlagen, betragen rund 53,3 Millionen Euro. Davon entfallen rund 13,3 Millionen Euro auf den Neubau des Kinderhorts mit Erziehungsberatungsstelle.
Der inklusive Kinderhort steht den Kindern der Grundschule Eibach sowie den Kindern der Diagnose- und Förderklassen des Förderzentrums Eva-Seligmann-Schule zur Verfügung. Im Hort können zwischen 110 und 125 Kinder mit und ohne Behinderung in einem inklusiven Konzept ganztägige Bildung, Betreuung und Erziehung erfahren. Im gleichen Gebäude befindet sich zukünftig die Erziehungs- und Familienberatungsstelle Eibach. Die Erziehungs- und Familienberatungsstelle befand sich bislang im Altbau und war nicht barrierefrei zugänglich. Durch den gemeinsamen Bau von Kinderhort und Erziehungsberatungsstelle erhalten Familien ein barrierefreies Angebot, das ihnen Unterstützung, Beratung und Therapie bietet.
„Dieser Neubau bringt die Familien in unserer Stadt einen großen Schritt weiter. Wir schaffen mit dem Hort und der zusätzlich entstehenden Kombieinrichtung gerechte Bildungschancen für alle Kinder, ermöglichen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, stärken und beraten Familien in ihren Erziehungsaufgaben und setzen ein deutliches Ausrufezeichen für inklusives Lernen, dessen große Bedeutung der jüngst erschienene 7. Nürnberger Bildungsbericht klar herausstellt“, so Elisabeth Ries, Referentin für Jugend, Familie und Soziales. „Die innovative Konzeption fügt sich in den Nürnberger Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ein und macht deutlich, dass die Stadt Nürnberg Inklusion tatkräftig in allen Aufgabenfeldern vorantreibt.“
Neben dem Kinderhort entsteht parallel der Neubau der Grundschule mit Kombieinrichtung. In der neuen Grundschule bekommen 14 Klassen der Grundschule Eibach sowie sechs Diagnoseund Förderklassen der Eva-Seligmann-Schule ein neues Zuhause. Im Grundschulneubau entstehen zusätzlich noch 150 Ganztagsplätze in Form einer Kombieinrichtung.
Die Gebäude weisen ein einheitliches architektonisches Erscheinungsbild auf: Der Grundriss des drei- und viergeschossigen Grundschulkomplexes entspricht einer liegenden „Acht“, der Hort ist als Quadrat mit einem Innenhof gestaltet. Die Hort-Fassade mit großen Fensterflächen ist außen als hinterlüftete, vorgehängte, mit mineralischer Wärmedämmung und mit graulasiertem Holz verkleidet. Der Neubau ist in Passivhausstandart ausgeführt und bezieht regenerative Energien wie PV-Anlagen auf den Flachdächern und Erdwärmesonden, die sowohl Heizen als auch Kühlen können, ein. Wenn das neue Gebäude in Betrieb ist, wird der bestehende 1970er-Jahre-Schulbau abgerissen. Erst dann können die Außenanlagen komplett fertiggestellt werden. „Sowohl bei der Planung als auch bei der Durchführung des Baustellenbetriebs wurde in Abstimmung mit den Schulen stets großer Wert auf einen möglichst störungsfreien Schulbetrieb gelegt“, bestätigt Planungsund Baureferent Daniel F. Ulrich.
Der Neubau des inklusiven Kinderhorts ergänzt das ganztägige inklusive Bildungsangebot für die Nürnberger Kinder im Süd-Osten des Stadtgebiets. Inklusion wird am zukünftigen Campus umgesetzt, indem die Kinder aus Grundschule sowie Diagnose- und Förderklasse am Nachmittag im gleichen Kinderhort ein Angebot erhalten. Der Kinderhort ist als integrative Kindertageseinrichtung geplant und errichtet. Er bietet eine klare Struktur, Übersichtlichkeit, Rückzugsm.glichkeiten und ermöglicht feste Beziehungen zwischen Kindern und pädagogischen Fachkräften. Im Neubau erhält der Hort am Förderzentrum Hinterhofstraße 52 ein neues Zuhause. Alle Kinder sowie das Team werden in den kommenden Wochen umziehen. Zum Beginn des neuen Schuljahrs im September 2026 können dann weitere Kinder aufgenommen werden. Das Gebäude in der Hinterhofstraße 52 soll anschließend zu einem Kindergarten umgebaut werden.
Die städtische Erziehungs- und Familienberatungsstelle Eibach bietet Nürnberger Eltern, Elternpaaren, Kindern und Jugendlichen sowie bei Bedarf auch der gesamten Familie Beratung und Therapie. Das Angebot umfasst Einzel-, Paar- und Familienberatung sowie verschiedene therapeutische Angebote. Die Beratungsstelle steht bei Fragen zur Entwicklung oder Erziehung ihrer Kinder beziehungsweise Jugendlichen oder Probleme zur Verfügung. Sie hilft bei Konflikten in der Familie und bei Schwierigkeiten mit den Folgen von Trennung und Scheidung. Voraussetzung für die Beratung in den Erziehungs- und Familienberatungsstellen der Stadt ist, dass es in der Familie ein oder mehrere Kinder im Alter von 0 bis 21 Jahren gibt, die in Nürnberg wohnen. Das Team besteht aus erfahrenen psychologischen und sozialpädagogischen Fachkräften mit Zusatzqualifikationen in verschiedenen Beratungs- und Therapiemethoden.
Der Freistaat Bayern beteiligt sich an den Gesamtkosten mit einer Förderung von rund 14,4 Millionen Euro im Zuge des Finanzausgleichsgesetzes.Dieses Bauprojekt leistet einen wichtigen Beitrag, Nürnberg schrittweise inklusiver zu gestalten. Es ist Teil des Nürnberger Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Weitere Informationen online unter www.inklusion.nuernberg.de








