Else strahlt wieder: Goldene Fackel kehrt ans Fürther Stadttheater zurück

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Die Kolossalstatue Else am Fürther Stadttheater ist wieder vollständig. Nach aufwendiger Restaurierung hält sie erneut ihre goldene Fackel hoch über dem Eingang und erinnert dabei an das historische Vorbild des Gebäudes.

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Else strahlt wieder

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Die Statue Else steht hoch oben am Stadttheater Fürth.

Im Jahr 2023 waren ihre Hand und ihre Fackel abgebrochen.

Jetzt wurden der Arm und die Fackel wieder neu hergestellt.

Else hält nun wieder ihre goldene Fackel in der Hand.

Auch weitere Teile der Fassade werden noch restauriert.

Baureferentin Christine Lippert (li.), Stadttheater-Intendantin Silvia Stolz und Kulturreferent Benedikt Döhla freuen sich über die restaurierte Statue samt gold glänzender Fackel.
Foto: Fackel

Im Juli 2023 war der Schreck groß, als sich von der Fassade des Stadttheaters in 28 Metern Höhe die steinerne Fackel mitsamt der Hand der Kolossalstatue Else gelöst hat und auf das Glasvordach des Eingangsbereich gestürzt ist. Durch das Schutzglas des Vordacheskonnte der Sturz abgebremst und ein größerer Schaden verhindert werden. Korrodierte Metallverbindungsstücke im Stein wurden als Ursache erkannt, denn jede der Steinfiguren besteht aus mehreren Werkstücken, die wiederum über Metallklammern miteinander verbunden sind. Durch Risse und gerissene Fugen im Stein eingedrungene Feuchtigkeit entstand Korrosion am Metall, die durch entsprechende Volumenzunahme zu Rissbildungen im Stein und infolgedessen zu dem Abbruch geführt hat.

Der abgebrochene Armstumpf konnte nun nachgebildet und neu angesetzt werden. Mit großer Fachexpertise und handwerklichem Geschick ist es gelungen, dass Else hoch über dem Theatereingang die Fackel wieder in der Hand hält.

Stadtbaurätin Christine Lippert freut sich gemeinsam mit Kulturreferent Benedikt Döhla und der Leiterin des Stadttheaters Silvia Stolz über den Abschluss der sehr gut gelungenen Rekonstruktionsarbeiten.

Doch bis dahin war es ein langer Weg, da zunächst sogar ein kompletter Nachbau der Figurengruppe erwogen werden musste. Nach gutachterlicher Prüfung konnte ein Instandsetzungskonzept erarbeitet werden. Bei der Realisierung wurde die Chance genutzt und das historische Vorbild aus der Erbauungszeit um 1902 als Grundlage für die neue Fackel verwendet. Das zuletzt angebrachte Exemplar wich von diesem etwas ab.

Die beteiligten Firmen haben großartige Arbeit geleistet. Mit dem Instandsetzungskonzept betraut war das Architekturbüro Conn und Giersch aus Fürth. Darüber hinaus beteiligt waren das Fachlabor Dr. Wendler, München, das Tragwerksplanerbüro IB Kayser & Böttges, München. Die Ausführung der Sandsteinrekonstruktion übernahm die Firma Monolith, Bildhauerei und Steinrestaurierung aus Bamberg und die Kupferflamme wurde von der Spenglerei Sporer aus München gefertigt.

Das ergänzte Stück Unterarm mit Hand und Fackelstab aus Stein ist etwa 70 Zentimeter lang, die vergoldete Kupferflamme misst 50 Zentimeter Länge und hat einen Durchmesser von knapp 20 Zentimeter. Für die fachgerechte Montage wurde der abgebrochene Arm auf den intakten Stein zurückgeschnitten. Insgesamt wurde die Figurengruppe grundlegend restauriert. Die Kosten für die Natursteinrestaurierung und die vergoldete Kupferfackel belaufen sich auf knapp 31 000 Euro zuzüglich anfallender Kosten für Gerüstbauarbeiten in einem Umfang von etwa 25 000 Euro.

Neben dem Arm und der Fackel werden auch die weiteren Figuren fachgerecht überarbeitet und die Fenster instandgesetzt. Nach Auftragserteilung an die ausführenden Fachfirmen im Juni diesen Jahres können die Arbeiten nun Ende September abgeschlossen werden. Das Gerüst an der Hauptfassade wird noch vor der Kirchweih abgebaut. Die Sandsteinsanierungsarbeiten an den Seitenfassaden beginnen im Anschluss an die Kirchweih, sofern witterungsbedingt möglich.

Redaktionell bearbeitet von:
Stefan Kuratli (Mediengestalter) aus Nürnberg
Redaktion bei Stadtmedien. Lokale Nachrichten, Pressemitteilungen und Themen aus Nürnberg und der Region. (Verantwortung und Inhaber: Christian Poss)
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