Die Blaue Nacht 2027 Nürnberg findet am Samstag, 24. April, unter dem Motto „Der Sonne so nah“ statt. Bereits am Freitag startet der Internationale Kunstwettbewerb als Preview. Mit neuen Kulturorten und einem neuen Standort für die Großprojektion setzt das Festival frische Akzente.
Die Blaue Nacht 2027 bekommt einen neuen Ort für die große Projektion
Hier finden Sie die wichtigsten Informationen aus diesem Beitrag in einfacher Sprache.
Die Blaue Nacht findet am Samstag, 24. April 2027, in Nürnberg statt.
Das Motto heißt: „Der Sonne so nah“.
Bei der Blauen Nacht gibt es Kunst, Licht und Kultur in der Nürnberger Altstadt.
Eine bekannte Attraktion ist die große Licht-Projektion.
Seit 2003 wurde diese Projektion auf der Kaiserburg gezeigt.
Im Jahr 2027 wird sie zum ersten Mal an einem anderen Gebäude gezeigt.
Die Menschen in Nürnberg dürfen entscheiden, welches Gebäude es wird.
Es stehen drei Orte zur Wahl.
Der erste Ort ist die Lorenzkirche.
Ihre Fassade hat viele Formen und Details. Deshalb eignet sie sich gut für Licht-Kunst.
Der zweite Ort ist das EM-eukal-Haus am Kornmarkt.
Das Gebäude hat große und helle Flächen. Dort können Bilder und Videos gut gezeigt werden.
Der dritte Ort ist die Kirche St. Elisabeth am Jakobsplatz.
Auch dort können Licht und Bilder auf die Fassade projiziert werden.
Die Abstimmung läuft bis Montag, 21. September 2026.
Auch in Zukunft soll die große Projektion immer wieder an verschiedenen Orten gezeigt werden.
Bei der Blauen Nacht 2027 gibt es außerdem weitere Veränderungen.
In der Altstadt entstehen mehrere sogenannte Kultur-Inseln.
Das sind besondere Orte mit Kunst und Veranstaltungen.
Viele Gebäude werden außerdem blau beleuchtet.
So können Besucher schnell erkennen, wo Kunst und Kultur zu finden sind.
Großprojektion verlässt die Burg – Nürnberg entscheidet
Seit 2003 prägt die großformatige Projektion auf die Kaiserburg das Bild der Blauen Nacht. Im Jahr 2027 wird die Großprojektion erstmals an einem anderen Ort in der Nürnberger Altstadt gezeigt. Wohin die Projektion wandert, entscheiden Bürgerinnen, Bürger und Freunde der Blauen Nacht selbst. Zur Wahl stehen drei markante Gebäude.
St. Lorenz

Foto: Uwe Niklas
Die Projektion
Die fein gegliederte Fassade der Lorenzkirche lädt dazu ein, künstlerisch mit der Architektur zu spielen. Die Gestalt der Lorenzkirche kann verändert, verschoben und neu erlebt werden.
Der Ort
St. Lorenz ist neben St. Sebald eine der beiden Hauptkirchen Nürnbergs. Die gotische Kathedrale, mit deren Bau um das Jahr 1250 begonnen wurde, zählt mit ihrer reichen künstlerischen Ausstattung wie dem Engelsgruß von Veit Stoß oder dem Sakramentshaus von Adam Kraft zu den bedeutendsten Kirchen Deutschlands. Seit der Reformation ist die Lorenzkirche eine der beiden großen evangelischen Stadtkirchen Nürnbergs und gehört zum Dekanat Nürnberg der Evangelisch-Lutherischen Kirche.
EM-eukal-Haus

Foto: Uwe Niklas
Die Projektion
Die weiße, glatte Oberfläche des denkmalgeschützten Baus erlaubt es, die Kunst in den Vordergrund zu stellen. Jede Art von Videos, Filmen, Gemälden oder Illustrationen wird hier gut sichtbar.
Der Ort
Das EM-eukal-Haus, unmittelbar am Kornmarkt (Hallplatz 37) gelegen, diente lange Jahre als Verwaltungs- und Geschäftssitz der Firma Dr. C. Soldan. Das markante Geschäftsgebäude wurde nach erheblichen Kriegsschäden in seiner heutigen Gestalt ab 1958 wieder aufgebaut. Es steht unter verschärftem Ensembleschutz, da seine charakteristische Architektur den Wiederaufbau Nürnbergs nach dem Zweiten Weltkrieg in besonderer Weise widerspiegelt und das Stadtbild bis heute prägt.
St. Elisabeth

Foto: Uwe Niklas
Die Projektion
Das Portal von St. Elisabeth erlaubt beides: das Spiel mit einer gestalteten Architektur wie auch künstlerische Projektionen auf ruhige Flächen.
Der Ort
Die Elisabethkirche am Jakobsplatz gehört zu den wenigen klassizistischen Bauwerken Nürnbergs. Sie beeindruckt durch ihre klare geometrische Gestaltung und die mächtige Kuppel über dem zentralen Rundbau. Ihre Vorgängerin war die Elisabethkapelle des Deutschordenshospitals. Die baufällige gotische Kapelle wurde 1785 abgebrochen; anschließend begann der Neubau der heutigen Kirche. Nachdem das Erzbistum Bamberg die Kirche übernommen hatte, konnte der Bau weitergeführt und St. Elisabeth schließlich 1903 vollendet werden. Seit 1895 ist die Kirche Sitz der eigenständigen Pfarrei St. Elisabeth im Dekanat Nürnberg.
Mitmachen und abstimmen
Abgestimmt werden kann ab sofort bis Montag, 21. September 2026, auf der Webseite www.nuernberg.de/internet/buergerbeteiligung/online_voting_blaue_nacht.html.
Auch künftig soll die Großprojektion regelmäßig ihren Ort wechseln und so unterschiedliche charakteristische Gebäude der Altstadt in den Fokus rücken.
Oberbürgermeister Marcus König betont: „Die Blaue Nacht gehört zu den Kulturereignissen, die Nürnberg weit über die Stadtgrenzen hinaus prägen. Mit der Entscheidung, die Großprojektion erstmals an einen neuen Ort zu bringen und die Bürgerinnen und Bürger darüber abstimmen zu lassen, verbinden wir Bewährtes mit Neuem. Ich lade alle Nürnbergerinnen und Nürnberger ein, mit ihrer Stimme die Blaue Nacht mitzugestalten.“ Die Nürnberger Versicherung engagiert sich erneut als Hauptsponsor der Blauen Nacht und unterstützt die Großprojektion: „Die Blaue Nacht bleibt ihrer Tradition treu, Menschen durch Kunst und Kultur im öffentlichen Raum zusammenzubringen. Zugleich setzt sie mit neuen Impulsen immer wieder frische Akzente. Dass die Nürnbergerinnen und Nürnberger erstmals selbst über den Standort der Großprojektion entscheiden können, macht das Festival noch stärker zu einem Gemeinschaftsprojekt für die ganze Stadt. Als langjähriger Hauptsponsor freuen wir uns, diesen neuen Ansatz zu begleiten und dazu beizutragen, Kultur für viele Menschen erlebbar zu machen“, ergänzt Andreas Politycki, Mitglied des Vorstands, zuständig für Vertrieb und Marketing.
Thema 2027: „Der Sonne so nah“
Die Blaue Nacht 2027 und der begleitende Internationale Kunstwettbewerb stehen unter dem vom Ikaros-Mythos inspirierten Titel „Der Sonne so nah“. Der griechische Mythos von Daidalos und Ikaros erzählt vom Wunsch nach Freiheit, von Kreativität und Grenzüberschreitung. Er endet tragisch mit dem Sturz des übermütigen Sohns Ikaros ins Meer und stellt die Frage, wie Fortschritt und Verantwortung im Gleichgewicht bleiben können. Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und technologischer Entwicklungen öffnet das Thema vielfältige Perspektiven zwischen Aufbruch, Mut, Hybris und Neubeginn.
Kulturinseln bringen neue Dynamik in den Stadtraum
Auch die Bespielung des öffentlichen Raums entwickelt sich weiter. Der Schwerpunkt der Blauen Nacht verlagert sich im kommenden Jahr vom Hauptmarkt in Richtung Lorenzer Altstadt mit ihren großen Kulturinstitutionen – darunter Künstlerhaus im KunstKulturQuartier, CineCittá, Neues Museum Nürnberg, Staatstheater Nürnberg, DB Museum, Museum für Kommunikation und Germanisches Nationalmuseum.
Geplant sind zudem mehrere in Blau getauchte Kulturinseln auf Plätzen der Altstadt und angebunden an Veranstaltungsorte. Unter anderem auf dem Bauhof, dem Klarissenplatz, dem Richard-Wagner-Platz und dem Tiergärtnertorplatz werden Aspekte des Themas „Der Sonne so nah“ aufgegriffen. Unter jeweils einem Motto mit Arbeitstiteln wie „Trial and Error“, „Common Ground“, „Flying High“ und „Creating Tomorrow Today“ sind Sonderprogramme zu erleben.
Blau markiert die Kultur
Die Blaue Nacht findet dort statt, wo Gebäude blau beleuchtet sind: 2027 hebt die Farbe Blau gezielt die beteiligten Kulturorte hervor. So wird auf einen Blick sichtbar, wo Kunst und Kultur die Blaue Nacht prägen – und die Stadt lädt dazu ein, sie auf neuen Wegen zu entdecken.








