Herbstlaub in Nürnberg: Wer räumen muss und wohin mit den Blättern

3–4 Minuten

Mit dem Herbst beginnt in Nürnberg wieder die große Laubsaison. Sör entfernt mehr als 500 Tonnen Blätter von Straßen und Plätzen, doch auch Grundstückseigentümer sind teilweise selbst für die Reinigung verantwortlich. Was beim Herbstlaub gilt und wie es richtig entsorgt werden kann.

Herbstlich verfärbte Blätter leuchten im warmen Licht und zeigen die typischen Farben der Jahreszeit.
Foto: Zaaruli / pixabay.com

In den kommenden Tagen und Wochen entfernt der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör) wie in jedem Jahr mehr als 500 Tonnen Laub von Straßen und Plätzen. Nasses Herbstlaub kann Wege und Straßen rutschig machen und dadurch die Unfallgefahr erhöhen. Rund 20 Großkehrmaschinen, 25 Kleinkehrmaschinen und 40 weitere Transportfahrzeuge sind deshalb im gesamten Stadtgebiet im Einsatz.

Wie beim Winterdienst beginnt Sör mit der Laubentfernung auf den wichtigsten Verkehrswegen, damit der Auto-, Fahrrad- und Fußverkehr möglichst sicher und reibungslos unterwegs sein kann. Auf weniger stark genutzten Straßen und Wegen bleibt das Laub zunächst liegen. Deshalb kann es vorübergehend zu Verschiebungen bei der regulären Straßenreinigung kommen.

Andreas Krieglstein, Bürgermeister und Erster Sör-Werkleiter, sagt: „Wir können nicht überall gleichzeitig sein. Deshalb arbeiten wir nach einer klaren Priorisierung und kümmern uns Schritt für Schritt um die öffentlichen Straßen und Wege. Unser Ziel ist es, das Laub so schnell wie möglich dort zu entfernen, wo es die Sicherheit beeinträchtigt.“

Grundlage für die Laubentfernung sind die Straßenreinigungsverordnung und -satzung. Außerhalb des sogenannten „Zwangsreinigungsgebiets A“, also außerhalb des Mittleren Rings, müssen Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer den Gehweg vor ihrem Grundstück selbst reinigen oder reinigen lassen. Im Stadtgebiet außerhalb der beiden Reinigungsgebiete A und B sind die Anliegenden auch für die Reinigung der Fahrbahnen und Plätze verantwortlich. Das gilt auch für Laub von städtischen Bäumen: Entscheidend ist nicht, von welchem Baum das Laub stammt, sondern wer für die Reinigung des jeweiligen Grundstücks zuständig ist.

Laub, Wildkräuter, anderer Bewuchs und Unrat dürfen nicht auf die Straße oder in Regeneinläufe, Rinnsteine und Einlaufschächte gekehrt werden. Auch Schächte und deren Abdeckungen müssen frei bleiben. Das Laub ist stattdessen selbst zu kompostieren oder ordnungsgemäß zu entsorgen.

„Wenn im Herbst die Blätter fallen, stellt sich für viele Bürgerinnen und Bürger die Frage: Wohin mit dem Laub? Wenn möglich, sollten die Blätter im eigenen Garten bleiben. Auf Beeten und unter Sträuchern schützen sie den Boden vor Kälte und Austrocknung. Als Laubhaufen in einer geschützten Gartenecke bieten sie außerdem Igeln, Insekten und anderen Kleintieren wertvollen Lebensraum. Wer Laub kompostiert, erhält nach einiger Zeit wertvollen Humus für den Garten“, betont Bürgermeister Andreas Krieglstein. Er fügt hinzu: „Auf Wegen und anderen Flächen, auf denen Laub zur Rutschgefahr werden kann, muss es regelmäßig entfernt werden. Wer es nicht im eigenen Garten verwenden kann, kann das Laub über die Biotonne oder eine städtische Gartenabfallsammelstelle entsorgen. So können wir gemeinsam die Umwelt schützen und für mehr Sicherheit sorgen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!“

In den städtischen Grünanlagen lässt Sör in Abstimmung mit dem Umweltamt auf ausgewählten Staudenbeeten größere Mengen Herbstlaub liegen. Das Laub dient dort als natürlicher Schutz für den Boden, unterstützt die Humusbildung und führt dem Boden Nährstoffe zu. Auch Hecken profitieren von dieser natürlichen Mulchschicht. Auf Rasenflächen und wichtigen Wegen in den Anlagen wird das Laub hingegen entfernt.

Für das Zusammentragen des Laubs setzt Sör auch auf Akku-Geräte. In diesem Jahr sind mehr als 40 Akku-Laubbläser im Einsatz. Sie arbeiten leiser als benzinbetriebene Geräte, stoßen vor Ort keine Abgase aus und verursachen geringere laufende Kosten. Allerdings sind sie technisch bedingt weniger leistungsfähig und werden deshalb vor allem bei trockener Witterung eingesetzt. Laubbläser sind notwendig, um Laub aus schwer zugänglichen Beeten an gut erreichbare Stellen zu befördern, von denen es anschließend abtransportiert werden kann.    tom

Informationen zu den Reinigungsgebieten unter:
nuernberg.de/internet/soer_nbg/strassenreinigung.html.

Informationen zu den Gartenabfallsammelstellen sind im Internet zu finden
unter: nuernberg.de/internet/abfallwirtschaft/gartenabfall.html.

Redaktionell bearbeitet von:
Stefan Kuratli (Mediengestalter) aus Nürnberg
Redaktion bei Stadtmedien. Lokale Nachrichten, Pressemitteilungen und Themen aus Nürnberg und der Region. (Verantwortung und Inhaber: Christian Poss)
Werbung