Meilenstein für Carsharing und Verkehrswende: 100. Mobilpunkt eröffnet

Mit der Eröffnung des 100. Mobilpunkts macht die Stadt Nürnberg einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur Verkehrswende. Oberbürgermeister Marcus König, Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich sowie Thomas Großnann, Geschäftsführer der scouter Carsharing GmbH, haben am heutigen Montag, 8. Dezember 2025, den neuen Mobilpunkt Am Stadtpark 111 eröffnet. In den Wohngebieten innerhalb des Bundesstraßenrings B4R ist von jedem Standort aus in höchstens 350 Metern Entfernung ein Carsharing-Fahrzeug verfügbar.

„Mit dem 100. Mobilpunkt erreichen wir die im ‚Mobilitätsbeschluss für Nürnberg‘ festgelegten Carsharing-Ziele und setzen die 2021 beschlossenen Maßnahmen für eine nachhaltige, klimafreundliche Mobilität konsequent um. Dies macht die Mobilität in Nürnberg‘ flexibel und zukunftsfähig“, freut sich Oberbürgermeister Marcus König. Das Stadtoberhaupt ergänzt: „In Nürnberg ersetzt ein Carsharing-Auto derzeit durchschnittlich 13 private Pkw. Carsharing ist also aktives Flächensparen: Es wird Fläche frei, die für andere Nutzungen zur Verfügung steht, zum Beispiel für den Fußverkehr oder Baumpflanzungen. Carsharing ist somit ein echter Gewinn! Mobilität ist eines der Megathemen unserer Zeit. Mir ist es wichtig, mit intelligenten Angeboten Möglichkeiten zu schaffen. Die Mobilpunkte passen perfekt in dieses Konzept und ermöglichen den Nürnbergerinnen und Nürnbergern sich auf ganz vielfältige Weise in Nürnberg fortzubewegen.“

100. Mobilpunkt in Nürnberg: Am heutigen Montag, 8. Dezember 2025, haben ( v. li.) Oberbürgermeister Marcus König, Thomas Großnann, Geschäftsführer scouter Carsharing GmbH, sowie Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich die neue Station Am Stadtpark 111 eingeweiht.
Foto: Stadt Nürnberg/Christine Dierenbach

Ziel der Stadt ist es, die Kombination von unterschiedlichen umweltfreundlichen Verkehrsarten zu fördern und eine Alternative zum privaten Pkw-Besitz zu bieten. Bis zu einer Fahrleistung von rund 14 000 Kilometern pro Jahr ist Carsharing laut Studien günstiger als der Kauf und Unterhalt eines vergleichbaren neuen privaten Autos. Je nach Fahrzeugbedarf sind in Nürnberg flexibel vom Kleinwagen bis zum Transporter alle Fahrzeuggrößen ausleihbar.

Gestartet ist die Stadt Nürnberg 2016 mit acht Mobilpunkten an zentralen Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), wie am Friedrich-Ebert-Platz, Kaulbachplatz oder am Hauptbahnhof. „Damit wurde das Carsharing aus den Hinterhöfen in den öffentlichen Raum gebracht und das Angebot für viel mehr Menschen sichtbar“, blickt Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich zurück. Weil sich Carsharing selbstständig wirtschaftlich tragen muss, erfolgte der weitere Ausbau in mehreren Stufen in den Jahren 2019, 2021, 2023 und 2025. Nach den Mobilpunkten an zentralen Haltestellen des ÖPNV wurde der Fokus auf Wohngebiete gelegt, damit Nutzerinnen und Nutzer möglichst kurze Wege zu „ihrem Auto auf Zeit“ haben.

Auch außerhalb der Innenstadt ist nach und nach die Zahl der Mobilpunkte gewachsen, wie zum Beispiel an Standorten in Langwasser, Mögeldorf oder Ziegelstein, an denen ein sehr guter ÖPNV-Anschluss besteht und wo die tägliche Versorgung gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad gewährleistet ist. In diesem Jahr erfolgte die vierte Ausbaustufe mit dem Ziel, das Netz der Mobilpunkte zu verdichten und weitere Standorte auch in den Randbereichen zu errichten. Bis Ende des Jahres wird es damit in Nürnberg mehr als 100 Mobilpunkte im öffentlichen Raum geben.

Eine besondere Rolle bei der Standortsuche für Mobilpunkte nimmt das aktive Einbeziehen der Nürnberger Bevölkerung ein. Seit 2021 können interessierte Bürgerinnen und Bürger bei jeder Ausbaustufe im Rahmen der Onlinebeteiligung „Wo wünschen Sie sich Carsharing?“ auf einer interaktiven Karte die Vorschläge der Verwaltung bewerten, eigene Vorschläge einbringen oder die Ideen anderer Interessierter kommentieren. „Jede Onlinebefragung verzeichnete eine hohe Beteiligung. So konnten wir das Angebot von Carsharing zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern ausbauen und dort Mobilpunkte errichten, wo sie gebraucht und genutzt werden“, berichtet Frank Jülich, Leiter des Verkehrsplanungsamts.

Auch dem Wunsch der letzten Onlinebeteiligung nach mehr E-Carsharing-Fahrzeugen an den Mobilpunkten konnte entsprochen werden: 20 der neuen Mobilpunkte sind von Anfang an mit einer Ladesäule der N-Ergie Aktiengesellschaft ausgestattet und mit einem E-Fahrzeug für Carsharing bestückt. „Für alle, die ihre täglichen Wege bereits überwiegend mit Bussen und Bahnen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen, ist Carsharing die perfekte Ergänzung, wenn man doch mal ein Auto braucht“, so Planungsund Baureferent Daniel F. Ulrich. Da jedes Carsharing-Fahrzeug an den städtischen Mobilpunkten seinen festen, reservierten Stellplatz hat, entfällt die Parkplatzsuche nach der Rückkehr. Parallel zum Ausbau der Mobilpunkte sind über die Jahre sowohl die Anzahl der Kundinnen und Kunden als auch die Ausleihzahlen kontinuierlich gewachsen.

Besonders freut sich Thomas Großnann von scouter Carsharing, dass der Trend zum Carsharing ungebrochen ist: „Mit dem dichter werdenden Stationsnetz wird Carsharing für immer mehr Nürnbergerinnen und Nürnberger attraktiv, so begrüßen wir in der Stadt jeden Monat 150 bis 200 Menschen, die neu zum Carsharing kommen, das freut mich außerordentlich.“ Mittlerweile gibt es in Nürnberg über 11 000 Carsharing-Kundinnen und Kunden und die Fahrzeuge wurden allein im Jahr 2024 über 61 000-mal ausgeliehen. Wer Carsharing nutzen will, kann sich unter www.scouter.de informieren und anmelden.

Mehr Informationen zu den Mobilpunkten online unter www.mobilpunkt.nuernberg.de

Mehr Informationen zum Mobilitätsbeschluss online unter www.nuernberg.de/internet/verkehrsplanung/mobilitaetsbeschluss.html

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