Den Grundstein für eine Notleitstelle in Langwasser haben am Freitag, November 2025, Oberbürgermeister Marcus König, Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft, Christian Vogel, sowie der Sprecher des VAG-Vorstands, Tim Dahlmann-Resing, feierlich gelegt. Mit der neuen Einrichtung entsteht eine Rückfallebene für kritische Infrastruktur und ein Ausweichstandort für die Koordination des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).
„Die Sicherung kritischer Infrastruktur ist eine unserer wichtigsten Aufgaben.
Wir gehen diese Aufgabe an und bauen weitere Sicherungsstrukturen auf. Die neue Notleitstelle sichert den Betrieb unseres öffentlichen Nahverkehrs ab. Angriffe – ob nun von staatlichen oder anderen Akteuren – auf kritische Infrastruktur häufen sich. Daher ist es gut, dass wir in allen Bereichen unsere kritische Infrastruktur bestmöglich absichern“, betont Oberbürgermeister Marcus König.
Die Anlagen des Bus, Straßenbahn und U-Bahn-Netzes in Nürnberg werden über die Leitstelle der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft gesteuert und gehören seit 2017 zur kritischen Infrastruktur. Deren Ziel ist es, bei Störungen der Leitstelle den ÖPNV weiterhin aufrechtzuerhalten. Die Arbeiten für die neue Leitstelle beinhalten die Sanierung und die Erweiterung in Form eines Anbaus an ein bestehendes Betriebsgebäude. Die Fertigstellung und die Nutzungsaufnahme der neuen Notleitstelle erfolgt in zwei Phasen, die für Ende 2026 und Ende 2027 geplant sind.

Foto: Stadt Nürnberg/Planungs- und Baureferat
„Mit der neuen Notleitstelle stärken wir die Widerstandskraft unseres Nahverkehrs ganz entscheidend. Die Menschen in Nürnberg müssen sich darauf verlassen können, dass Busse, Bahnen und U-Bahn auch dann zuverlässig funktionieren, wenn es einmal zu unerwarteten Störungen kommt. Die Investition in diesen Standort ist daher eine Investition in Sicherheit, Stabilität und Zukunftsfähigkeit unserer gesamten städtischen Mobilität“, hebt Bürgermeister und VAG-AufsichtsratsvorsitzenderChristian Vogel hervor.
Die ersten Vorarbeiten haben im Februar 2024 begonnen und sind Ende 2024 beendet. Anfang 2025 starteten die Bauarbeiten. Zuerst erfolgte der Abbruch der Fassadenbekleidungen am alten Gebäude und dann wurde das Fundament des neuen Anbaus errichtet. Nun folgen weitere Rohbauarbeiten, wie die Herstellung von Wänden und Decken am Erweiterungsbau sowie Modernisierungsarbeiten am Bestandsgebäude.
„Die neue Notleitstelle ist ein enorm wichtiger Baustein für den öffentlichen Nahverkehr in Nürnberg. Sie dient als Rückfallebene, wenn unsere zentrale Serviceleitstelle einmal ausfallen sollte. Auch von hier aus können die Mitarbeitenden ohne Einschränkungen den Betrieb von U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen in Nürnberg und den Nachbarorten überwachen und steuernd eingreifen, wenn es zu Störungen oder einem Notfall kommt Hier werden die Mitarbeitenden der Leitstelle optimale Arbeitsbedingungen vorfinden“, erläutert VAG-Vorstandssprecher Tim Dahlmann-Resing.
Die Gesamtkosten betragen rund 39 Millionen Euro. Für die Finanzierung des Projekts wurde eine Förderung nach dem Bayerischen Gemeindefinanzierungsgesetz und dem Bayerischen ÖPNV-Gesetzbewilligt. Der Förderanteil des Freistaats Bayern beträgt rund 24 Millionen Euro.








