Erhält einen Platz im Landratsamt: Drei-Landkreis-Stein

Ein Stück regionaler Erinnerungskultur hat nun seinen Platz im Landratsamt Fürth gefunden. Der Dorfverein Meiersberg übergab eine detailgetreue Nachbildung des Drei-Landkreis-Steins an Landrat Bernd Obst. Das Symbol steht für die Gebietsreform von 1972, als die Landkreise Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim, Ansbach und Fürth ihre neuen Grenzen erhielten. 

Der originale Gedenkstein im Wald bei Wilhermsdorf – errichtet auf Anregung von Robert Schütz – markiert genau das Dreiländereck der drei Landkreise. Er wurde aus Flossenbürger Granit gefertigt und in gemeinsamer Finanzierung der beteiligten Landkreise und Gemeinden aufgestellt. Mit der Nachbildung, die nun im Landratsamt zu sehen ist, soll diese historische Wegmarke stärker ins Bewusstsein der Menschen rücken. 

Der Dorfverein Meiersberg hat eine Nachbildung des Drei-Landkreis-Steins an den Landkreis Fürth übergeben.
Foto: Roland Beck

Dorfgemeinschaft mit großem Einsatz 

Die Übergabe war außerdem ein Ausdruck des Dankes an die Dorfgemeinschaft Meiersberg. Diese hatte zum Jubiläum 800 Jahre Meiersberg im vergangenen Jahr ein umfangreiches Festprogramm mit Ausstellung, Chronik und Gedenkstein am Dorfgemeinschaftshaus organisiert. Landrat Bernd Obst würdigte das Engagement: „Die Gemeinschaft hier zeigt eindrucksvoll, wie lokale Identität gepflegt und Tradition lebendig gehalten wird.“ Auch die Nachbildung aus Gipsplatten des Steins war Teil der Ausstellung. 

Wilhermsdorfs Erster Bürgermeister Uwe Emmert betonte, dass die Gebietsreform für viele Gemeinden tiefgreifende Veränderungen brachte. Auch Wilhermsdorf war betroffen und wurde damals in den Landkreis Fürth nach einer Bürgerbefragung eingemeindet. Der Nachbau des Steins soll daher nicht nur ein Denkmal für die historischen Grenzen sein, sondern auch ein Symbol für den erfolgreichen Zusammenhalt im Landkreis Fürth. Für Landrat Obst ist der Stein mehr als nur ein Ausstellungsstück: „Er erinnert uns daran, wie unser Landkreis in seiner heutigen Form entstanden ist – und wie wichtig es ist, die fränkische Kultur und Gemeinschaft zu bewahren.“ 

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